Gespeichert unter: Irland! | Schlagworte: Newry, Babysitten, County Museum Monaghan
Kurzer Nachtrag vom letzten Wochenende..
Am Freitag hatten Marens Gasteltern teilweise Geburtstag und Hochzeitstag und waren deshalb auswaerts essen; da der Rest auch ausgeflogen war, war ich den Abend ueber bei Maren und hab ihr geholfen, die Zwillinge ins Bett zu bringen bzw. zu bestechen, genau das zu tun (darauf lief es letztendlich naemlich hinaus).
Am Samstag sind wir 4 und Freia dann ins Museum getigert, wo uns der Curator Liam aufgrund meiner absolut praktischen Insiderkontakte eine persoenliche Fuehrung durch das Museum und die aktuelle Ausstellung „Life & Death in Monaghan“ gegeben hat. Sehr schoen und interessant gemacht, das aelteste County Museum Irlands.
Uuund Sonntag stand dann Shoppen in Newry, Nordirland auf dem Plan. 2 riesige Shoppingcenter direkt nebeneinander. Cool, aber anstrengend.
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18.10.2007
Ich moechte euch jetzt keine ellenlangen, historischen Vortraege darueber halten, was Newgrange ist – googelt oder wikipediat es einfach.
Und schaut euch die Fotos an
Ein furchtbar interessiertes Auditorium
Der meistfotografierteste Stein der Welt
Der Moritz und die Verena (nein, ich habe leider kein dooferes Foto gefunden…)
(und fuer die Nichteingeweihten unter uns (die bestimmt auch mit Guts Naechtle nichts anfangen koennen):) HALBZEIT!
Der Aufstieg ist geschafft, und auch wenn es manchmal anstrengend und schmutzig und unschoen war und die Luft stellenweise sehr duenn und knapp wurde: Ich atme, ich lebe immer noch und es geht mir gut. Eigentlich ist es an der Zeit, ein wenig zurueckzublicken. Ich koennte echt nicht sagen, was oder ob sich ueberhaupt etwas veraendert hat. Aber ich freue mich echt auf das, was noch vor mir liegt – hands in the air, it’s gonna get better!
Und eine kleine „Anekdote“.
Das Wort „exchange“ hat im Englisch 3 Hauptbedeutungen.
1) Austausch von Informationen oder Meinungen (also Menschen setzen sich zusammen und tauschen sich aus)
2) Schueleraustausch (also dass, woran ich gerade teilnehme)
3) Umtausch von z.B. kaputten oder nicht passenden Sachen im Laden
Und eigentlich ist ein Schueleraustausch doch auch nichts anderes als der Umtausch des eigenen Lebens. Was, du bist nicht gluecklich und zufrieden mit deinem alten? Das macht nichts, wir haben doch fuer jedes Problem eine Loesung; Lass dein altes Leben mit all seinem Trott und den ganzen Alltagsproblemen einfach fallen und geh auf einen Schueleraustausch ans Ende der Welt! Dort kannst du unverbindlich in ein nigelnagelneues und garantiert komplett anderes Leben schnuppern.. und wenn dir das auch nicht gefaellt, garantieren wir dir die Moeglichkeit des Umtausches mit der Rueckkehr inklusive “Zuhause ist es doch am schoensten..“-Einsicht.
Gespeichert unter: Irland! | Schlagworte: Deutschland, Dundalk, Essen, Fussball
13.10.2007
Am Samstag war ich erst den ganzen Tag mit dem Grossteil meiner Gastfamilie unterwegs nach Dundalk – ich glaube, wir sind laenger dorthin und zurueckgefahren, alsdass wir letztendlich dort waren (es werden im Moment rund um Dundalk saemtliche wichtige Strasse um-, be- und ueberhaupt erst gebaut und das kann in Irland natuerlich nur in Chaos ausarten). Dundalk war aber cool, eine Stadt mit recht vielen schoenen alten Haeusern und super zum Shoppen.
Abends ging es dann sofort zu Maren, wo der „dreckige“ Rest natuerlich auch schon versammelt war. Eigentlich kann man den Abend eher als eine Fressorgie mit etwas Fussball zwischendurch als einen Fussballabend bezeichnen. Aber es war schliesslich ein Abend von historischer Wichtigkeit: Irland hat gegen Deutschland um die Teilnahme an der naechsten EM wann auch immer gespielt (so sehr haben mich Hannes’ sportliche Ausfuehrungen dann doch nicht interessiert..) - und wer weiss, dieses Spiel haette unseren ganzen weiteren Aufenthalt hier bestimmen und beeinflussen koennen! Hust, hust.
Erst gab es mit Frischkaese gefuellte Datteln (gewisse Menschen unter uns haben halt doch Geschmack und sind nicht so „kulinarische Tiefflieger“, wie der Hannes und der Moritz zum Beispiel), dann vegetarische Reispfanne mit Sauce Hollandaise und Salat, dann goettlichen Schokoladenkuchen.. dann beim Fussballgucken Popcorn, Chips, Kekse, und Guinness.
Zu dem Spiel laesst sich nur sagen:
„Irland haette gewinnen sollen! Ihr hattet auch ein paar Chancen, aber Irland haette gewinnen muessen!“ (Zitat von Sean, meinem Gastvater, der live in Dublin dabei war)
Die Iren haben da wohl was verwechselt und dachten, sie spielten Gaelic Football – da gibts ja auch Punkte, wenn man ueber das Tor hinaus durch die Stangen schiesst.
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Auch das ist Irland.
Mehr davon!
Ja, es ist schon etwas laenger her, dass wir in der Stadt mit dem schwarzen Fluss (wer dieses Wortspiel findet, darf es behalten
) waren – aber ich bin einfach nicht eher dazu gekommen, hier was zu schreiben (hoehoe, ich weiss, ich bin eine furchtbar wichtige und vielbeschaeftige Person, aber es ist nunmal so! Ausserdem finde ich es auch nicht einfach, Irland in Worte einzufangen).
Am Freitag, den 28. Oktober waren wir (Hannes, Moritz und ich) nach einem gemeinsamen Poolabend mit Maren, Lilli, Freia und Elton noch beim Irish Dancing hier in Monaghan. Und ob ihr es mir glaubt oder nicht: ich (wohl mit einer der tanzunbegabtesten Menschen unter der Sonne) hab sogar mitgetanzt! Moritz hat Beweisfotos. War echt toll.. Das Publikum war zwar groessenteils in den “Golden Ages“ (irische Bezeichnung fuer Senioren), aber echt aufgeschlossen. Und auch wenn ich keinen der Schritte so richtig beherrschte, haben mich doch alle immer total happy angestrahlt. In der Pause gab es dann Tee mit Milch, Sandwiches, Fruitbread (Brot mit Rosinen) und Kuchen, yammie, yammie.
Das Video ist leider viel zu gross zum Hochladen.
Und dann sind wir (Hannes, Moritz, Maren, Lilli, Freia und Elton)am Samstag mehr oder weniger frueh aufgestanden, zum Bus getigert, haben 14 € fuer Hin- und Rueckweg bezahlt und dann erstmal fuer 2,5 Stunden weitergeschlafen – so lange braucht man naemlich ungefaehr von hier bis nach Dublin. Dann ging das grosse Laufen los.. auch wenn Dublin im Vergleich zu anderen europaeischen Haupstaedten eher das Nesthaekchen ist, kann man sich seine Fuesse schon ganz gut platttreten. Irgendwann haben Hannes, Maren, Moritz und ich uns dann Tickets fuer die „Hop On – Hop Off“ Bustour gekauft; eine sehr praktische Erfindung, meiner Meinung nach. Da gab es dann verschiedene Punkte nahe von irgendwelchen Sehenswuerdigkeiten, und man konnte beliebig oft ein- und aussteigen, egal wo. Natuerlich wurden auch ausgiebig Geschenke fuer die Daheimgebliebenen geshoppt.
Abends – ein wirklich einschneidenes Ereignis: Verena entdeckt ihre Vorliebe fuer Cheesy Chips (Pommes mit Kaese, ueberbacken) – gorgeous!
Lasset die Fotos sprechen!
Trinity College
Shoppingcenter
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Unser neuer Lieblingssport, schliesslich errettete er uns heute vor einem Vokabeltest in Irisch
Unser Schulteam spielte gegen das von einer der anderen beiden Schulen hier im Ort (ich glaube, es waren die mit den weinroten Schuluniformen – da gibt es, nebenbei bemerkt, noch die in dunkelblau mit kariertem Rock).
Denjenigen unter euch, die mit den Spielregeln nicht ganz so vertraut sind, laesst sich sagen: sie scheinen zwar zu exestieren (es gibt auch ueberaus eifrige Schiedsrichter, die sie vehement verteidigen), jedoch sieht Gaelic Football fuer einen Aussenstehenden wie ein wilder Haufen Iren aus, die eine Mischung aus Fuss- und Handball mit etwas Rugby drin spielen. Zusaetzlich zu dem normalen Fussballtor gibt es 2 lange Stangen, die an den Torpfosten angebracht sind. Gelangt ein Ball auf irgendeine Art und Weise (der Gebrauch sowohl der Haende als auch der Fuesse ist erlaubt!) zwischen diese Stangen, gibt das einen Punkt, ein „normales“ Tor zaehlt 3 Punkte.
„Wir“ haben natuerlich gewonnen
Und endlich mal ein huebsches Gruppenfoto (etwas schief aufgrund des Selbstausloesers).
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Und die 2. Woche auf der gruenen Insel ist um!
Haben die Kanu- und Kajakwoche erfolgreich hinter uns gebracht. Es war nass, kalt, anstrengend. Und lustig. Aber genug ist genug. Irgendwann erscheint einem alles schoener als den ganzen Tag auf diesem Fluss herumzupaddeln. Vor allem kurz vor Lunchtime – ganz in der Naehe war eine Firma, die Babynahrung herstellt, dementsprechend roch es irgendwie.. schokoladig.
Und was wir davon jetzt haben?
Ich sage nur: Transition Year.
Das weiss hier wohl keiner so genau.
Im Moment, greifbar, sind die schniefenden Nasen. Aber dagegen haben Maren, Maria und ich heute schon etwas getan: Wir waren „schwimmen“! Oder besser gesagt: im Schwimmbad. Haben wohl mehr Zeit in der Sauna, im Dampfbad und im Whirlpool verbracht als im eigentlichen Wasser. Lovely. (ein irisches Lieblingswort)
:>
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Unser Haus in den..
Hannes in Schuluniform Sehr chic, oder? Das kann man doch nun wirklich nicht anders sagen!
Jazzfestival Das war toll, in den Strassen und Pubs haben verschiedene Bands gespeitl und ueberall war Musik.
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…der Kopf und alles andere da in uns drinnen braucht wohl noch etwas.
Das wuerde die herrschende Lethargie erklaeren.
Aber das wird schon, Mona (die betreuende Lehrerin) meint, das braucht so alles seine Zeit. Zumindest haben wir die Reise gut ueberstanden, sind nicht abgestuerzt, haben alle Koffer bekommen und anscheinend doch nur unwichtiges Kleinzeugs vergessen.
Heute war ausserdem der erste Schultag und man muss sagen: die Unorganisiertheit der Iren ist nicht sprichwoertlich oder klischeehaft, sie ist Realitaet. Wurden ins sogenannte Transition Year eingeordnet, zusammen mit vielen anderen Austauschschuelern aus fast aller Herren Laendern, und das bedeutet jetzt wohl: rumhaengen, und zwar sinnlos. Und ein paar Ausfluege, so dann und wann. Es verspricht also, sehr interessant zu werden.
Soweit, so gut. Das mit dem Internet ist momentan noch nicht ganz so einfach, WLAN hat die Insel wohl noch nicht so ganz erreicht und Hannes steht nur ein Modem zur Verfuegung. Man darf also gespannt sein, wann das hier wieder was wird..
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So, die Koffer sind gepackt (erstaunlich, wieviel Leben in einen Koffer passt.. und wieviel trotzdem noch fehlt; ich bin gespannt, was wir alles vergessen haben), Abschiedstränen vergossen (und trotzdem sehen wir uns wieder – weil die Welt sich dreht!), letzte wichtige Dinge erledigt (hoffentlich) und Bilder im Kopf gemacht. Jetzt bleibt uns nur noch: abwarten und ganz entspannt dem entgegensehen, was uns „dort drüben“ erwartet. Und morgen den Flieger erwischen.
„Ich bin unterwegs
doch nicht allein
oh nein, denn
ein paar Freunde kommen mit
durchs Wunderfeld im Gleichschritt.“
Und in dem Sinne:
Wir sind dann mal weg.
Machts gut & liebste Grüße an alle da draußen.